Love It Like A Local e.V.   Schlesienweg 2; D-24784 Westerrönfeld                                                                                                                             27.02.2018

Pressemitteilung

Wissenschaftliche Studie zum Thema Kitesurfen und Vögel kommt zu dem Ergebnis:

Kitesurfen stört Vögel nicht!

Bereits im Juni 2015 hat das international agierende Wissenschaftsinstitut COWI für den dänischen Nationalpark Wattenmeer die Störwirkung unterschiedlicher menschlicher Freizeitaktivitäten untersucht und veröffentlicht. Kitesurfen hat damals bereits im Ranking den vorletzten Platz belegt.

In den vergangenen Jahren hat das renommierte Wissenschaftsinstitut weiter an dem Thema gearbeitet, da speziell Kitesurfen international ins Visier der Vogelschützer geraten ist und hat nach langer und intensiver Recherche Ende 2017 eine Studie zum Thema Kitesurfen und Vögel veröffentlicht. (Kitesurfing and Birds – A Review; Cowi 11/2017)

Die Studie untersucht die von NABU und anderen Naturschutzverbänden behauptete Störwirkung des Kitesurfens auf die Vogelwelt und vergleicht verschiedene mögliche Störquellen miteinander. Es wurde festgestellt, dass das Kitesurfen keine größere Störwirkung auf Vögel entfaltet, als jede andere menschliche Aktivität in den untersuchten Gebieten. Vielmehr störten Freizeitaktivitäten wie etwa das Spazierengehen mit und ohne Hund die Vogelwelt in einem erheblich größeren Umfang als der beliebte Wassersport.

Im Vergleich zu anderen, weiterverbreiteten und häufiger stattfindenden Freizeitaktivitäten in Küstenzonen, sind, so das Gutachten, die Störwirkung des Kitesurfens aufgrund seiner witterungsbedingten unregelmäßigen Ausübung geradezu unbedeutend.

Die Verfasser des Gutachtens rügen des weiteren, dass viele von den Naturschutzverbänden vorgenommene Untersuchungen zur Störwirkung des Kitens, sich einzig und allein auf das Kitesurfen beziehen und dabei andere Störquellen, die zur gleichen Zeit und am gleichen Ort auf die Natur und die Vogelwelt einwirken, völlig außer Betracht gelassen werden. So werden Störungen, die zum Beispiel parallel durch Spaziergänger verursacht werden, dem Kiten zugeschrieben.

Zusammenfassend kommt die Untersuchung zu dem Schluss, dass jede menschliche Aktivität einen störenden Einfluss auf die Vogelwelt haben kann. Kitesurfen sei insoweit dem Windsurfen vergleichbar und spielt als Störquelle quantitativ sowie qualitativ aber eine eher untergeordnete Rolle.

Unsere komplette Pressemitteilung, Zusammenfassung des Gutachtens, Das Gutachten auf deutsch, Das Gutachten auf englisch

Damit bestätigen sich auch die Gutachten von Norderney (2010/2011),  Upleward (2010)Dornumersiel und Neuharlingersiel (2012/2013), und der Wurster Küste (2013) in denen eine alleinige Störwirkung durch Kiter nicht nachgewiesen werden konnte.

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